2015

Burkhard Driest ist gefeit gegen „pomp and circumstances“. Er wehrt sich erfolgreich gegen die „Einschüchterung durch Klassizität“, wie Walter Jens das genannt hat. Seine eigene Biografie bewahrt ihn davor, die Welt nur von der „Hotelbar“ seiner Staffelei aus zu betrachten. Er kennt und liebt die Straßen und Jahrmärkte mit ihren grellen Kontrasten, gebrochenen Geschichten und verkrachten Existenzen. Er malt gegen den Strich. Er sucht den imaginären Dialog mit seinen Themen und Materialien und lädt den Betrachter ein, sich auf eigene Weise einzumischen – wie sagt man? „ergebnisoffen“.

Burkhard Driest – Malerei als Bürgerpflicht, Stiftung für Kunst und Kultur e.V. im Kunstraum Villa Friede, Bonn.